KAT-Training vom 27.03. bis 01.04.2013

Dienstag, 2. April 2013 - 16:01 Uhr
6. Tag: Good Bye, Johnny

Taxi Johnny ist absolut pünktlich, und es bleibt kaum Zeit, den Kaffee, den Hajo noch gekocht hat, zu trinken. Am Flughafen Zadar erlebt einer von uns, welche Tücken die Online-Buchung einer Flugreise bei Ryanair haben kann: Er hatte zwar Gepäck für den Hinflug, aber nicht für den Rückflug angemeldet, und schon sind 50 € fällig.
Die Zeit bis zum Abflug nutzten einige zu einem kleinen Imbiss, anderen wiederum fielen die Augen vor Müdigkeit zu.
Die Boeing 737 von Ryanair bringt uns nach Weeze, wo wir endlich unsere Crewshirts in Empfang nehmen können! Die waren nämlich leider in dem VW-Transporter von Marco, mit dem wir hergefahren sind, liegen geblieben. Nach zwei Stunden sind wir dann in Hünsborn, wo sich unsere Wege trennen. Nach dem Erlebten ist es unglaublich, das hier noch Schnee liegt.

Sonntag, 31. März 2013 - 16:52 Uhr
5. Tag: Blitze, hungrige Katzen und ein großer Hund

Der Ostermorgen in der Marina von Kaprije beginnt mit Regen, Blitz und Donner. In der Nacht war Umstellung auf Sommerzeit (UTC +2). Zwieback ersetzt frisches Brot beim Frühstück, mundet aber auch gut. Bei 2 Bft legen wir ab und laufen unter Motor Richtung Smokvica. Der Himmel klart immer mehr auf, schließlich ist es nur noch leicht bewölkt. In einer Bucht am Südende legen wir an; nicht ganz einfach, denn die Kaimauer ist schon erheblich beschädigt. Einen Grill müssen wir dann doch nicht selbst aufbauen, denn ein Fischer, der hier in der Einsamkeit lebt, überlässt uns für einige Dosen Bier den heißen Grill, an dem er gerade seinen eigenen Fang für sich und seine Frau zubereitet hat. Während sich Maik und Sven um das Festmahl kümmern, steigen Hajo, die beiden Marcos und Werner durch die von Felsmauern durchzogenen Olivenhaine bergan. Blühender Ginster und verschiedene Blumen zeigen, dass Frühling ist, wo es doch im Siegerland noch frieren soll. Wir gehen nämlich auf Schatzsuche, es muss hier ein Geocache versteckt sein. Einen Ben Gunn gibt es hier nicht, und nach dem etwas mühseligen Anstieg erspäht Marco B recht schnell das Versteck. Der eigentliche Schatz an diesem Punkt ist ein grandioser Rundumblick, der ein Bild der sonnenbeschienenen Inselwelt der Kornaten unter fast wolkenlosem Himmel in kaum bewegter, tiefblauer See in unsere Erinnerung malt. Die Grillhühner sind herrlich gelungen und werden an einem blumengeschmückten Tisch stilvoll verspeist. Die Katzen und der große, schöne Hund des Fischers streiten sich um die Fleischreste, die wir ihnen überlassen; ein Jonathan, der die Situation richtig erkannt hat, kommt auch noch dazu. Der letzte Schlag wird bei weiter herrlichem Himmelsbild, aber wenig Wind unter Motor und Genua Richtung Biograd zurückgelegt. Und der Tag endet, wie er begann: Heftiger Gewitterregen setzt ein. Nur drei von uns gehen noch zum Abendessen, und zwar in dasselbe Restaurant, in dem wir bereits bei unserer Ankunft waren; die anderen kümmern sich um die Reste unserer Lebensmittelvorräte. Die Koffer werden gepackt, bevor wir schließlich alle zum letzten Mal auf der Pocco Locco in unsere Kojen gekrabbelt sind.

Samstag, 30. März 2013 - 21:18 Uhr
4. Tag: Marco H rettet denTag

Morgens begrüßen uns Sonnenschein und blauer Himmel. Nach dem gemütlichen Frühstück fahren fünf von uns mit der Fähre zu den Krka-Wasserfällen. Allein die Fahrt den Meeresarm hinauf, der sich mit klarem, grünblauen Wasser zwischen bewaldeten Bergen windet, lohnt den Ausflug. Die Wasserfälle selbst ergießen sich mit schäumender Gischt über mehrere Kaskaden in die Tiefe. Auf der Rückfahrt setzt Regen ein, der noch zunimmt, als wir mit der Pocco Locco auslaufen. Mit dem Regen schwindet der Wind, er reicht mit 3 Bft aber aus, um die Segel zu setzen, nachdem die Inselwelt der Kornaten wieder erreicht ist, und nimmt dann auf bis zu 5 Bft zu. Ein Crewmitglied verpasst das Manöver, weil die Einträge im Weblogbuch noch erstellt werden müssen. Unser Tagesziel Kaprije erreichen wir zwar unbeschadet, das hätte aber auch anders kommen können, denn nachdem wir elegant zum zum Zielhafen aufgekreuzt waren und das Groß einholten, senkte sich der Baum bedrohlich auf die Crew auf der Flybridge herab. Was war passiert? Die Dirk hatte sich von der Großbaumnock gelöst und war bis zum Masttopp hochgerauscht, weil sich der Schraubbolzen des Schäkels gelöst hatte. Es war Marco H, der sich mit dem Großfall über die Elektrowinsch in den Masttopp hochziehen ließ. Zum Glück war die Dirk nicht gerissen, und der Palstek, mit dem der Schäkel befestigt war, hatte verhindert, dass sie im Mast verschwunden war. Marco konnte das Ende fassen, und mit dem Reserveschäkel, der sich auch noch fand, konnte die Dirk wieder angeschlagen werden. Das leckere Abendessen bei Kod Kate war klasse, und Marco hatte es sich redlich verdient.
Werner

Samstag, 30. März 2013 - 14:37 Uhr
3. Tag: Starkwind

Tagesziel ist Skradin. Bei 6 Bft, bedecktem Himmel und phasenweise Sonnenschein erreichen wir knapp 9 Kn. Krängung hat der Kat natürlich kaum, dafür schaukelt er ordentlich. Ein Crewmitglied kämpft mit der Seekrankheit. Der Zwischenstopp in Muna auf Zirje wirkt Wunder. Eindrucksvoll dann die Passage durch den Meeresarm nach Skradin: Sven wird im Bootsmannsstuhl in den knapp 20 m hohen Mast hochgezogen, um eine Brückendurchfahrt aus nächster Nähe (von der Brücke aus gesehen) zu dokumentieren. Es passte natürlich mit viel Luft nach oben. Nach 30 min war Sven wieder wohlbehalten unten. Skradin: Warme Duschen und Landstrom waren ein willkommener Luxus. Obwohl es Karfreitag war, fanden wir ein schönes Fischrestaurant, nur lokaler Fischfang im Angebot. Richtig unter die Haut ging dann der schwermütige Gesang einer größeren Gruppe von Männern, die sich an den Nachbartischen versammelt hatten. So ging ein weiterer ereignisreicher Segeltag zu Ende.
Werner

Samstag, 30. März 2013 - 14:02 Uhr
2. Tag: Musik am Feuer

Bei wenig Wind laufen wir aus der Ankerbucht aus. Auf Zakan werden intensiv Hafenmanöver geübt, und der Imbiss dort ist köstlich. Aeolus meint es gut mit uns, und bei 4 - 5 Bft geht es unter Segel weiter. Dank Hajos unermüdlichem Einsatz werden die Manöver immer besser. Wir steuern dann nach Opat auf Kornati. Dort ist keine Menschenseele, die zwei Lokale sind geschlossen. Am Ufer können wir ein Lagerfeuer machen. Musik auf der Mundharmonika, im Hintergrund das Rauschen des Meeres, was will man mehr?
Werner

Donnerstag, 28. März 2013 - 10:33 Uhr
Ein langer Tag

Um 2 Uhr aufzustehen ist nicht jedermanns Sache, aber Ryanair erwartet uns in Weeze. Den Flug halb zu verschlafen ist daher verständlich. Taxi Johnny ist pünktlich am Airport Zadar. In Biograd Übernahme der Pocco Locco. Bei Sonnenschein und 3 - 4 Bft legen wir am Nachmittag ab. Die Crew lernt bei der Kreuz zu unserer Ankerbucht schnell. Der Anker hält. Nach dem langen Tag Ankerwache ist hart. Sternenhimmel und Vollmond entschädigen. Dieser lange Tag hat nichts ausgelassen und war ein Superstart für unseren Törn.
Werner

Dienstag, 26. März 2013 - 16:48 Uhr
KAT-Trainining in Kroatien (27.03. bis 01.04.2013)

Die Bootsfahrschule-Siegerland führt vom 27.03. bis 01.04.2013 wieder ein KAT-Training auf einer Lagoon 440 in Kroatien durch. Der Starthafen ist diesmal Biograd, etwa 28 km südlich von Zadar.

Trainingsinhalte:
An- und Ablegen auf unterschiedliche Weise, beide Maschinen richtig nutzen, Ankern, Wenden, Halsen, praxisnahe Navigation, Refftechniken, MOB, Verhalten bei Schwerwetter, Sicherheit auf hoher See

Viel Spaß wünscht die Crew der Poco Loco:

Harald, Werner, Marco 1, Marco 2, Maik, Sven und Hajo

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